Freitag, 15. März 2019

Pretoria


Um 7:45 wurden wir von „Robert“ (Guide & Driver) beim Guest House abgeholt und es ging los nach Pretoria. Auf der Gegenfahrbahn war ziemlich heftiger Verkehr. Wir hatten die Vereinbarung so verstanden, dass weitere Teilnehmer an dieser Stadtrundfahrt teilnehmen würden. Das war aber nicht so. Wir hatten Robert den ganzen Vormittag für uns alleine.
Natürlich hat er uns sehr viel über die Stadt und ihre Geschichte erzählt. Pretroria ist die, oder besser, eine der Hauptstädte von Südafrika. Wegen der etwa 70,000 aus Brasilen stammenden und im Frühling (Oktober) blühenden Jacaranda Bäume wird sie auch Jacaranda Stadt genannt.
Zuerst haben wir das Voortrekker Denkmal besucht. Bei den Erläuterungen von dem Schwarzen Robert zu diesem Denkmal, in dem auf dramatischen Reliefs, die Eroberung dieses Teiles von Südafrika (ursprünglich Transvaal) durch die Voortrekker berichtet wird, beschlich mich manches mal ein merkwürdiges Gefühl. Die weißen Voortrekker haben die schwarze Urbevölkerung hier quasi abgeschlachtet. Die große Halle wirkte auf uns wie eine Kirche. Unter der Halle haben wir ein interessantes Museum über die Voortrekker mit teilweise großen gestickten Bildern angesehen. Mit einem winzig kleinen Lift ging es dann nach ganz oben. Von dort konnten wir erst in die große Halle blicken und den Fußboden bewundern. Danach sind wir über Treppen nach ganz oben und außen gegangen und konnten den Ausblick auf Pretoria bewundern.
In der Kuppel des 41 Meter hohen Monumentes befindet sich ein kleines Loch, durch das am 16, Dezember Mittags um 12:00 Uhr die Sonne genau auf den im Zentrum der Halle stehenden Sarkophag scheint. Am 16. Dezember 1838 errangen die Buren (Voortrekker) einen entscheidenden Sieg in der Schlacht am Blood River. Die Zulus griffen mit ihren Speeren eine gut gesicherte Wagenburg an und hatten gegen die Gewehre der Voortrekker keine Chance.





Danach haben wir das Haus des ehemaligen Präsidenten Paul Kruger besucht. Nach Paul Kruger wurde der große National Park, den wir vor ein paar Tagen besucht hatten, benannt.

Zum Church Square sind wir mit Robert zu Fuß durch die Stadt gegangen. Im Park des Church Square steht eine Statue von Paul Kruger und drumherum mehrere historische Gebäude.



Cafe Rich - leider geschlossen

Als Letztes haben wir das 275 Meter lange Unions Buildings (der Regierungssitz von Juli bis Dezember) von außen angesehen. Im dazu gehörenden Park steht eine 18 Meter hohe Statue von Nelson Mandela.

Auf der Rückfahrt sind wir an einer riesigen Kreuzung, an der sämtliche Ampeln ausgefallen waren, stecken geblieben. Erst das Chaos und dann hat ein junger Schwarzer den Verkehr entwirrt und es ging bald weiter.
Gegen 13:00 Uhr sind wir wieder im Guest House zurück gewesen.


Gefahrene Kilometer: 0
Tageshöchsttemperatur: über 30° Celsius
Abendessen: im Piza e Vino (Melrose Arch)
Mozarella Inpanata (geteilt)
Pizza Parma Verace medium (Maria)
Pizza Beef Boy big (ich)
Übernachtung: Sundown Guest House
Fazit des Tages: Ein interessanter und teilweise bewegender Vormittag in Petoria

Donnerstag, 14. März 2019

Auf nach Jo‘burg


Gleich nach dem Frühstück, die Koffer haben wir schon davor ins Auto gebracht, machen wir uns auf unsere heute Fahrt nach Johannesburg.
Wir verlassen Sabie und fahren durch die herrlich grüne Bergwelt, zunächst auf kleineren Regionalstraßen. Später fahren wir auch auf der Nationalstraße 4, die häufig wie eine Autobahn ausgebaut ist. Sie hat allerdings meist KEINE Begrenzung durch Leitplanken oder ähnliches. Auch der Mittelstreifen ist einfach ein Streifen, nichts weiter. Auf den Nationalstraßen gilt allgemein eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h. Nach ungefähr einer Stunde Fahrtzeit ändert sich langsam das Landschaftsbild. Die Berge werden niedriger und sind nicht mehr durchgehend bewaldet. Bald haben wir auch diese Zone durchfahren und das Land wird platt, wie in Norddeutschland: Wiesen und Gemüseanbau. Unterwegs gerieten wir auf der N4 in unsere erste Polizeikontrolle in diesem Jahr. Der Polizist musste irgendwelche Daten in eine Tabelle eintragen und hatte keinen Kugelschreiber (der war im Office weggekommen?). Er hat sich einen von Maria geliehen und meinte dann, den könnte sie ihm als Geschenk lassen?!
Nach gut 4 Stunden erreichen wir unsere Unterkunft. Die ist mal wieder sehr schön – wow – aber hinter hohen Mauen und Elektro-Zaun. 






Patrick, der Vermieter, zeigt uns alles und bucht für uns die Stadtrundfahrt in Pretoria für Morgen. Wir reservieren uns noch einen Tisch im Moyo am Melrose Arch … und dann fällt der Strom aus, oder wird abgeschaltet.
Später rufen wir uns ein Uber und lassen uns zum Melrose Arch bringen. Am Melrose Arch gibt es viele Edel Shops und tolle Restaurants– ok, ein bisschen dekadent von uns. Im Moyo wird afrikanisch gekocht. Wir kennen das schon vom vorigen Jahr. Es war wieder ober lecker. Die Gesichtsdekoration gehört zum „Service“ des Moyo.






Als wir im Guest House zurück sind wird der Strom gerade wieder eingeschaltet.
Abends hat Maria sich noch ausgiebig mit einer älteren (nein jüngeren) Frau aus Holland/Surinam/Indien unterhalten. Wir haben noch ein wenig – bis etwa 22:00 Uhr in sommerlicher Kleidung - auf der herrlichen Terrasse gesessen.


Gefahrene Kilometer: 387
Tageshöchsttemperatur: 32° Celsius
Abendessen: im Moyo
Springbok Carpaccio (geteilt)
Flamed Filled (Maria)
Ostrich Fillet mit Chakalaka (ich)
Übernachtung: Sundown Guest House
Fazit des Tages: Die Polizei leidet unter Kugelschreiber Mangel und das Land unter Strom Mangel

Mittwoch, 13. März 2019

Unser Sabie Revival


Den heutigen Tag haben wir genutzt, um die schönsten Wasserfälle an der Panoramaroute noch einmal anzusehen. Die Fahrt durch die wunderschöne Landschaft der Panoramaroute hat uns wieder viel Spaß gemacht. Die Umgebung ist sehr waldreich, Dabei sind das keine Wälder zum Wandern, sondern eigentlich nur Baumfelder, Es gibt eine sehr umfangreiche und intensive Holzwirtschaft hier.
Wir waren an den Mac Mac Falls und den Berlin Falls. Wir haben die Three Rondavels und The Pinnacle am Blyde River Canyon gesehen. Am Besten haben uns allerdings die Lisbon Falls gefallen, Leider wurden wir dabei Zeugen einer dramatischen Rettungsaktion. Vermutlich ist in dem Gebiet jemand beim Klettern verunglückt. Wir konnten von Ferne nur erkennen, das jemandem Herzmassagen erteilt wurden.
Zum Schluss haben wir uns noch die Mac Mac Pools angesehen (die Einfahrt hatte ich auf dem Hinweg verpasst). Die Mac Mac Pools scheinen eine beliebte Badestelle zu sein.















Gefahrene Kilometer: 189
Tageshöchsttemperatur: 27° Celsius
Abendessen: im The Wild Fig Tree
Springbok Carpaccio (geteilt)
Ladies Fillet (beide)
Übernachtung: Sabie Town Guest House
Fazit des Tages: Die Panoramastraße kann man auch gerne ein 2.Mal abfahren

Dienstag, 12. März 2019

Heute geht es wieder zurück in die Zivilisation


Obwohl uns die Tage im Buffelshoek Tended Camp sehr gut gefallen haben, freuen wir uns doch wieder auf bequeme Doppelbetten und eine schöne Dusche – ohne Eidechsen -, ein bisschen Luxus eben,
Doch zunächst haben wir noch einiges zu erleben,
Louis hatte gestern angekündigt, dass sein Morgen Drive eine halbe Stunde früher beginnt, Deshalb klingelt unser Wecker schon um 4:30 …. und das im Urlaub, egal, wir wollten das so. Außerdem bin ich sowieso rechtzeitig wach.
Schon als wir los fahren, fängt es an zu nieseln. Schnell wird richtiger Regen daraus und es werden wieder die Regencapes ausgegeben. Durch den Fahrtwind kommt das Regenwasser trotzdem überall hin und schnell sind wir bis auf die Knochen durch. Ich versuche nur meine Kamera ein bisschen vor der Nässe zu schützen. Es ist heute noch nicht sehr warm, so dass uns richtig ungemütlich wird.
Alles ist ganz schnell vergessen, als der Safari-Funk die Nachricht von einem gesichteten Geparden verbreitet. Als wir an der gemeldeten Stelle ankommen sehen wir erst einmal fast gar nichts. Am Wegesrand liegt lediglich das von dem Geparden erlegte Impala. Wir verlassen die Stelle und kommen später noch einmal zurück. Und da ist er auch bei seiner Beute. Er lässt sich durch unsere Nähe kaum stören und macht sich hungrig über seine Beute her. Wow, einen Gebarden haben wir noch nie in Freiheit gesehen. Alle sind hellauf begeistert und die Kameraverschlüsse klacken nur so …. das könnte bald Speicherprobleme geben.









Danach geht es zum Frühstück zurück ins Camp. Später packen wir unsere Siebensachen zusammen und begeben uns auf die Reise zu unserem nächsten Ziel. Dabei müssen erst einmal ca. 40 km unbefestigter Straße überwunden werden. Zu unserem Glück sind die meisten Wegen schon fast wieder abgetrocknet. Das hätte sonst eine schöne Schlammpartie geben können.
Wir fahren durch die grüne Landschaft von Limpobo und Mpumalanga. Nachmittags erreichen wir unser Quartier, duschen erst einmal ausgiebig und mein 3-Tage Bart fällt der Klinge zum Opfer.


Gefahrene Kilometer: 173
Tageshöchsttemperatur: nur noch 26° Celsius
Abendessen: im The Wild Fig Tree
Chicken Livers peri-peri (geteilt – scharf)
SA MEZE-Teller: Warthog Carpaccio, Crocodile Kebab, Kudu Kebab (Maria)
Kudu-Medaillons (ich)
Übernachtung: Sabie Town Guest House
Fazit des Tages: Wir sind ganz schön verwöhnt und freuen uns nach den spannenden Tagen im Camp auf die Bequemlichkeit eines Bed & Breakfast

Montag, 11. März 2019

Ein neuer Tag im afrikanischen Busch


Auch heute Morgen werden wir um 5:30 mit Taschenlampe von unserem „Zelt“ abgeholt. Es gibt eine Tasse Instand-Kaffee und gegen 5:45 geht der Drive los. Wir sehen wieder viele Tiere. Neben 2 Löwen auch einen Schakal und sich im Sand des Weges wälzende Zebras. Plötzlich fängt es an zu regnen. Trotz der ausgegebenen Regencapes werden wir durch den Schauer alle ziemlich nass. Als wir im Camp zurück sind, wechseln wir die nassen gegen trockene Sachen.





Es ist bald schon wieder so warm, dass die nassen Klamotten schon am Mittag wieder trocken einsatzbereit sind. Mittags trotten 2 Elefanten an unserem Camp vorbei. Unser Guide verabschiedet sich.


Der Abend Drive wird vom Guide Louis gefahren und wartet mit einem tollen Highlight auf. Wir sehen, aus nächster Nähe, einen Leoparden. Super. Der Leopard hat es sich auf einem großen, offensichtlch verlassenen Termitenhügel bequem gemacht. Diese Entdeckung verbreitet sich unter den Guides – per Funk – natürlich wie ein Lauffeuer. Nach und nach kommen immer mehr Jeeps hier an. Lange sieht sich der Leopard das nicht an. Bald erhebt er sich ganz entspannt und macht sich davon. Da Leoparden aber erhöhte Standorte lieben und ein entsprechender Baum nicht in der Nähe ist legt er sich auf den nächsten Hügel und hat die Zuschauermeute bald wieder um sich. Wir haben bald das Feld geräumt und uns glücklich über die Entdeckung auf den Weg zurück ins Camp gemacht.





Gefahrene Kilometer: 0 wir werden gefahren
Tageshöchsttemperatur: über 30° Celsius
Abendessen: im Buffelshoek Tended Camp
Südafrikanisches Brai (lecker gegrilltes) mit ganz köstlichem Schakalaka (oder so ähnlich) und Gemüse Curry
Übernachtung: Buffelshoek Tended Camp
Fazit des Tages: Auch wenn es mal regnet, ist eine Safari immer spannend